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Der Namensgeber unserer Schule

 

Gisbert Christian Friedrich Freiherr von Romberg (1773 - 1859) war ein märkischer Adliger, Bergbauunternehmer und Politiker. Während der französischen Besetzung unter Napoleon war er von 1809 bis 1813 Präfekt des Ruhrdepartements.

Leben und Wirken

Gisbert von Romberg wurde am 19. Juli 1773 auf Gut Brünninghausen im gleichnamigen Ort (heute ein Ortsteil Dortmunds) geboren. Der Vater war Oberhaupt der märkischen Adelsfamilie von Romberg und als Bergbauunternehmer tätig, die Mutter entstammte einer reichen Adelsfamilie und war Erbin von Schloss Buldern. Von Romberg erhielt zunächst Unterrichtung durch Hauslehrer und kam im Alter von zwölf Jahren in die Schule des Klosters Berge, zur damaligen Zeit eine der angesehensten Schulen im deutschen Sprachraum. Fünf Jahre später begann er ein Jurastudium in Halle (Saale), wurde jedoch schon nach drei Semestern von seinem Vater zurück nach Brünninghausen gerufen. Er schlug eine Verwaltungslaufbahn ein und wurde Kammerherr des Preußischen Hofes. Seit 1793 gehörte er der Märkischen Ritterschaft an. Nach dem Tod des Vaters 1795 übernahm er mit 22 Jahren die Verwaltung des Familienbesitzes, der auf einen Wert von 900.000 Reichstalern geschätzt wird. Nach der Besetzung Westfalens 1806 durch französische Truppen im Zuge des vierten Napoleonischen Krieges gehörte von Romberg zur märkischen Deputation, die mit der neuen französischen Administration verhandelte und galt als deren Wortführer. Er wurde zum Präfekt des Ruhrdepartements ernannt und nahm die Stellung nach einigem Drängen an. Nach der Rückeroberung durch Preußen 1813 wurde er zum Landesdirektor ernannt, drei Jahre später schied er aus dem Staatsdienst aus. Von Romberg war dem ländlichen Leben in Brünninghausen sehr verbunden und ließ dort neben dem alten Burghaus ein neues klassizistisches Schloss erbauen, sowie zwischen 1818 und 1822 den Schlosspark im englischen Stil anlegen. 1826 zog er in den westfälischen Provinziallandtag ein und wurde auf Vorschlag seines Freundes Karl Freiherr vom Stein zum stellvertretenden Landtagsmarschall ernannt. Nach Ablauf der Wahlperiode 1832 zog er sich endgültig aus der Politik zurück. Am 4. August 1859 starb Gisbert von Romberg im Alter von 86 Jahren auf Gut Brünninghausen.

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