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Projektarbeit in Corona-Zeiten!? – Ein Anstoß für angehende Erzieher/-innen, Dinge unvoreingenommen, offener und positiver anzugehen

Voller Motivation und Engagement starteten die Studierenden der Oberstufe der praxisintegrierten Erzieher/-innenausbildung zu Beginn dieses Schuljahres in die Projektarbeit – bis dahin noch ahnungslos darüber, dass nur vier Monate später ein erneuter Corona bedingter Lockdown alle bisherigen Planungen auf den Kopf stellen wird. 

Aber zurück zum Anfang: Die Gruppen von vier bis fünf Studierenden wurden per Losverfahren zusammengestellt. Die erste Aufgabe bestand also darin, sich Ziele für das Gelingen der Teamarbeit zu setzen. Danach ging es inhaltlich weiter: Über mehrere Wochen arbeiteten alle Gruppen daran, die Ausgangssituation, in der von ihnen ausgewählten pädagogischen Einrichtung zu analysieren und daraus interessante Projekte für die Kinder abzuleiten. Thematisch wurde es daher bunt: Es ging um Persönlichkeitsentwicklung, Schattentheater, Sinneserfahrungen im Wald, Küchenforscher*innen und Bauernhoftiere. Außerdem begaben sich Projektgruppen auf spannende Reisen: in die Gefühlswelt, nach Spanien, in den Weltraum und in die Steinzeit. Eine weitere Gruppe begleitete die Entstehung eine T-Shits auf seinem Weg um die Welt und auch die Körperwahrnehmung unter dem Motto „Ich fühle was, was du nicht fühlst“ stellte ein ausgewähltes Projektthema dar. 

Die Corona-Pandemie verursachte viele neue Herausforderungen, die es im „Normalfall“ nicht gegeben hätte. Die Studierenden waren daher nicht mehr so positiv gestimmt wie am Anfang; Gefühle von Verunsicherung und Unzufriedenheit herrschten teilweise vor und verschiedene, ungewöhnliche Fragen mussten immer wieder geklärt werden: Wie lassen sich die Aufgaben umsetzen, wenn z.B. die Geschäfte plötzlich geschlossen haben, in denen letzte Besorgungen für das Projekt gemacht werden sollten? Wie spricht man sich mit den Gruppenmitgliedern ab, wenn neue Kontaktbeschränkungen gelten? Wie setzt man ein Projekt mit weniger als fünf Kindern in der Notbetreuungsgruppe um, wenn es eigentlich für zehn Kinder geplant war? 

Auch mussten in kurzer Zeit viele neue Absprachen mit den Einrichtungsleitungen und den jeweiligen Praxisanleitungen getroffen werden, die letztlich auch zum Gelingen der Projektarbeit beigetragen haben. (Besten Dank für diese Unterstützung!)

Die Studierenden bewiesen – trotz aller unvorhersehbaren Herausforderungen und außergewöhnlichen Bedingungen – ein hohes Maß an Ideenreichtum, Improvisationstalent, Flexibilität und Kreativität und führten schlussendlich sehr gelungene Projekte in den Einrichtungen durch, welche abschließend auch in den Klassen präsentiert wurden. Dabei wurden dem Publikum liebevoll gestaltete Requisiten sowie zusammengeschnittene Videosequenzen, ein Lagerfeuer und sogar ein projizierter Sternenhimmel geboten. Beim Tanzen des „Körperteil-Blues“ und beim Raten in kniffligen Quiz-Runden wurden alle miteinbezogen. Diese und andere Inspirationen können die Studierenden nun für ihre weitere pädagogische Arbeit nutzen. 

Am Ende der Projektarbeit können alle Studierenden stolz auf ihr Ergebnis sein und ein positives Fazit ziehen: Die Projektarbeit hat sich gelohnt! Vor allem die Teamarbeit wurde als wertvolle Erfahrung und große Chance empfunden, auch zukünftig die Ressourcen einzelner Teammitglieder zu erkennen und zu nutzen! So reflektierte eine Studierende die Projektarbeit als den Anstoß dahingehend, „Dinge in der Zukunft unvoreingenommen, offener und positiver anzugehen“. 

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