Berufliches Gymnasium - Erzieher/in Profil
Im Unterschied zum traditionellen Gymnasium erhalten die Schülerinnen und Schüler in diesem Bildungsgang die Möglichkeit, sich doppelt zu qualifizieren. Neben dem Erwerb der allgemeinen Studierfähigkeit im Rahmen einer dreijährigen gymnasialen Oberstufe erhalten die Schülerinnen und Schüler die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten des Berufsbildes der Erzieherin. Im Anschluss an das Abitur können sie in einem abschließenden berufspraktischen Jahr die Qualifikation zur Staatlich geprüften Erzieherin / zum Staatlich geprüften Erzieher erlangen. Das Berufspraktikum endet mit einem Kolloquium.
Ziele des Bildungsgangs:
- eine wissenschaftspropädeutische Ausbildung zu vermitteln,
- eine Gesamtheit von Qualifikationen zu vermitteln, die zur Berufsausbildung und Selbstverwirklichung notwendig sind.
Umsetzung und Mittel zur Zielerreichung
Kernfach des berufsbezogenen Lernbereichs sind die Erziehungswissenschaften. Die Fächer Biologie oder Deutsch können weiteres Leistungskursfach sein. Als drittes schriftliches Abiturfach kann zwischen den Fächern Deutsch, Englisch oder Religion gewählt werden. In diesen Fächern wird die allgemeine Studierfähigkeit realisiert. Daneben leisten aber auch alle anderen Fächer ihren Beitrag zum Aufbau einer auf den beruflichen Schwerpunkt bezogenen Kompetenz.
Schwerpunkt Praxis
Im Bildungsgang Erzieher/in Allgemeine Hochschulreife sind Praktika im Umfang von insgesamt vierzehn Wochen verpflichtend vorgesehen. Sie finden organisatorisch und personell in enger Kooperation mit den Fachschulen des Sozialwesens des Gisbert-von-Romberg-Berufskollegs statt. Sie sind stark an den Unterricht angebunden, d.h. Anforderungen und Aufgabenstellungen werden aus dem Unterricht heraus entwickelt. Im Unterrichtsfach Didaktik/Methodik werden die Grundlagen für eine gezielte Beobachtung von Kindern gelegt, die die Grundlage für differenzierte Angebote in den Kindertageseinrichtungen bilden. Ferner steht die Professionalisierung erzieherischen Handelns im Mittelpunkt: Das Beobachten, Planen und Reflektieren sowie die verstärkte Einbeziehung der Adressaten in den Planungs- und Reflexionsprozess ist Ausbildungsziel dieser Phase. Die Praktika weisen einen fächerübergreifenden Bezug auf. Ziel der Nachbereitung und Auswertung ist die Vermittlung von gewonnenen Erfahrungen, einschließlich emotional-affektiver und individueller Eindrücke mit den Erkenntnissen der Wissenschaften. Durch diese Praktika soll die berufliche Orientierung eine Intensivierung erfahren. Die erlebte Konfrontation von Theorie und Praxis kann den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, die beobachteten und handelnd erlebten Sachverhalte auf dem Hintergrund ihres wissenschaftlichen Erkenntnisstandes kritisch zu hinterfragen.
Um die staatliche Anerkennung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher zu erhalten, ist ein zwölfmonatiges Berufspraktikum erforderlich. Im Rahmen der Abiturprüfung ist bereits der theoretische Prüfungsteil zur staatlichen Anerkennung erfolgt, nun folgt der praktische Teil. Das Berufspraktikum unterliegt den Bestimmungen der Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Fachschule für Sozialpädagogik.
Berufliches Gymnasium - Erzieher/in Struktur
Unterricht
Der Unterricht ist in Grund- und Leistungskurse gegliedert. Die Fächer der Stundentafel sind nach Aufgabenfeldern geordnet:
- sprachlich-literarisch-künstlerisch,
- gesellschaftswissenschaftlich,
- mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch
- sowie Religionslehre und Sport.
Der Unterricht findet im Klassenverband statt. Im berufsbezogenen Lernbereich werden die Fächer Erziehungswissenschaften und Didaktik/Methodik sowie Mathematik, Biologie, Englisch und die zweite Fremdsprache (Spanisch oder Französisch) unterrichtet. Berufsübergreifende Fächer sind Deutsch, Religionslehre, Sport und Gesellschaftslehre mit Geschichte. Der Differenzierungsbereich bietet ein zusätzliches Unterrichtsangebot. Das Fach Erziehungswissenschaften ist das Profil bildende Leistungskursfach. Als weiteres Leistungskursfach kann zwischen Biologie oder Deutsch gewählt werden. In der Einführungsphase (Jahrgang 11) und den beiden Qualifikationsphasen 1 und 2 (Jahrgänge 12 und 13) muss ein Betriebspraktikum von mindestens vierzehn Wochen durchgeführt werden. Am Ende der Qualifikationsphase 2 werden die Abiturprüfung und der erste Teil der Berufsabschlussprüfung abgelegt. Die Erzieherinnen und Erzieher absolvieren nach der Abiturprüfung und dem ersten Teil der Berufsabschlussprüfung ein zwölfmonatiges Berufspraktikum (BP, im Jahrgang 14), das mit dem zweiten Teil der Berufsabschlussprüfung endet.
Stundentafel und Wochenstunden
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Jahrgangsstufe Biologie LK (GK) Praktika Berufsübergreifender Bereich Differenzierungsbereich Wochenstunden gesamt |
E
3(3)
2 36 |
Q1
5(3)
2 36 |
Q2
5(3)
2 36 |
BP
|
Das Fach Erziehungswissenschaften umfasst die Fächer Jugendrecht und Medienpädagogik. Deutsch schließt in der Einführungsphase Kinder- und Jugendliteratur ein.
Schwerpunkt Praxis:
Im Bildungsgang Erzieher/in und Allgemeine Hochschulreife sind Praktika im Umfang von insgesamt vierzehn Wochen verpflichtend vorgesehen. Sie finden organisatorisch und personell in enger Kooperation mit den Fachschulen des Sozialwesens des Gisbert-von-Romberg-Berufskollegs statt. Die Praktika sind stark an den Unterricht angebunden, d. h. Anforderungen und Aufgabenstellungen werden aus dem Unterricht heraus entwickelt. Im Unterrichtsfach Didaktik/Methodik werden die Grundlagen für eine gezielte Beobachtung von Kindern gelegt, die die Grundlage für differenzierte Angebote in den Kindertageseinrichtungen bilden. Ferner steht die Professionalisierung erzieherischen Handelns im Mittelpunkt: Das Beobachten, Planen und Reflektieren sowie die verstärkte Einbeziehung der Adressaten in den Planungs- und Reflexionsprozess sind Ausbildungsziele dieser Phase.
Die Praktika weisen einen fächerübergreifenden Bezug auf. Ziel der Nachbereitung und Auswertung ist die Vermittlung von gewonnenen Erfahrungen einschließlich emotional-affektiver und individueller Eindrücke mit den Erkenntnissen der Wissenschaften. Die berufliche Orientierung soll durch die Praktika eine Intensivierung erfahren. Die erlebte Konfrontation von Theorie und Praxis kann den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, die beobachteten und handelnd erlebten Sachverhalte auf dem Hintergrund ihres wissenschaftlichen Erkenntnisstandes kritisch zu hinterfragen.
Um die staatliche Anerkennung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher zu erhalten, ist ein zwölfmonatiges Berufspraktikum erforderlich. Im Rahmen der Abiturprüfung ist bereits der theoretische Prüfungsteil zur staatlichen Anerkennung erfolgt, danach folgt der praktische Teil. Das Berufspraktikum unterliegt den Bestimmungen der Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Fachschule für Sozialpädagogik.
Abiturprüfung
Die schriftliche Abiturprüfung wird im Leistungskursfach Erziehungswissenschaften und dem Leistungskurs Biologie oder Deutsch abgelegt; als drittes schriftliches Abiturfach kann zwischen Deutsch, Englisch oder Religionslehre gewählt werden. Je nach Wahl sind unterschiedliche Fächer als viertes (mündliches) Abiturprüfungsfach festgelegt.
Berufsabschlussprüfung zur Erzieherin / zum Erzieher
Der erste Prüfungsteil wird bereits im Rahmen der Abiturprüfung erbracht.
Der zweite Prüfungsteil besteht aus einer Prüfung im Fach Didaktik/Methodik sowie einer fachpraktischen Prüfung (Kolloquium) am Ende des zwölfmonatigen Berufspraktikums.
Berufliches Gymnasium - Erzieher/in
Ein Weg zu Beruf und Studium:
Abitur und Berufsausbildung als Erzieher/in
Das Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg bietet Ihnen die Ausbildung zum Erzieher / zur Erzieherin zusammen mit dem Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife an. Das Abitur gilt natürlich für alle Studienfächer und ist dem gymnasialen Abschluss gleichgestellt. Die schulische Ausbildung dauert drei Jahre, einschließlich des beruflichen Anerkennungsjahres vier Jahre. Sie ist stark praxisorientiert, schwerpunktmäßig in den Fächern Erziehungswissenschaften (Leistungskurs) sowie Didaktik/Methodik, aber auch in den anderen Fächern des berufsbezogenen Bereichs wird durch die Unterrichtsinhalte auf die berufliche Perspektive eingegangen.
Umfangreiche Praktika in der Einführungsphase sowie in der Qualifikationsphase 1 (in den Handlungsfeldern Tageseinrichtungen für Kinder, Offene Ganztagsschulen, Hilfen zur Erziehung) verbinden Theorie und Beruf.
Ziele
Schülerinnen und Schüler erlernen in diesem vollzeitschulischen Bildungsgang einen Beruf nach Landesrecht und können gleichzeitig die Allgemeine Hochschulreife erwerben. Dies erfolgt in einem praktisch und theoretisch eng verzahnten Unterricht. Praktika in sozialpädagogischen Einrichtungen sind verpflichtend vorgeschrieben. Mit der Doppelqualifizierung stehen den Absolventinnen und Absolventen viele Wege offen: Das Abitur berechtigt zum Studium an allen Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen. Der Berufsabschluss als Staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher bietet interessante berufliche Perspektiven.
Voraussetzung
Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe (Qualifikationsvermerk).
Berufsabschlüsse
Folgender Berufsabschluss kann nach 4 Jahren erworben werden: Staatlich anerkannte/r Erzieherin/Erzieher.
Besonderheiten
- Schülerinnen und Schüler, die die volle Fachhochschulreife der zweijährigen Höheren Berufsfachschule am Berufskolleg erworben haben, können unter Beibehaltung des fachlichen Schwerpunkts unmittelbar in die Qualifikationphase 1 des Abitur-Bildungsgangs aufgenommen werden. Sie müssen Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache (mindestens im Umfang des Unterrichts der Einführungsphase) nachweisen.
- Wer den Bildungsgang nach der Einführungsphase oder der Qualifikationsphase 1 oder 2 verlässt, kann den schulischen Teil der Fachhochschulreife zuerkannt bekommen.
Abschlüsse
- Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
- Berufsabschluss nach Landesrecht
Anschlussmöglichkeiten
- Studium an allen Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen
- Einstieg in die Berufstätigkeit
Bewerbung und Anmeldung
Anfragen und Bewerbungen können Sie jederzeit an das Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg richten; Sie werden dann noch vor der offiziellen Anmeldezeit im Februar zu einem Informationsgespräch eingeladen.
Über die Aufnahme kann endgültig erst nach Abschluss der Anmeldezeit entschieden werden.
Voraussetzungen für die Aufnahme:
Sekundarabschluss I – Fachoberschulreife –
mit dem Nachweis der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe
Anmeldeunterlagen
- Anmeldeschein (=unterschriebener Ausdruck der Onlineanmeldung)
- Bewerbungsanschreiben
- Lebenslauf
- Passfoto
- Beglaubigte Kopie des letzten Schulzeugnisses (Die Vorlage des Zeugnisses des Sekundarabschlusses I -Fachoberschulreife- mit dem Nachweis der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe ist Voraussetzung zur Aufnahme in den Bildungsgang)
- Erweitertes Führungszeugnis (bitte erst nach der Zusage zum August beantragen und im neuen Schuljahr einreichen, die Bewerbung bleibt davon unberührt)
- Vollständige Kopie (Vorder- und Rückseite) des gültigen Personalausweises
- Ein mit aktuellem Porto frankierter und an die eigene Adresse gerichteter DIN A4 – Umschlag
Alle Informationen zu unserem Bildungsgang finden Sie nochmals hier kompakt zum Download:
Kontaktmöglichkeiten
Nutzen Sie die allgemeinen Kontaktmöglichkeiten unserer Schule oder schreiben Sie eine E-Mail:

