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IMG 20251118 091127576 HDRAm 18. November 2025 unternahm der Biologie-Leistungskurs „Freizeitsportleiterinnen und Freizeitsportleiter“ der Jahrgangsstufe 13 von Biologie-Fachlehrer Herrn Günnigmann eine ganztägige Exkursion zum LaborGarten des Heisenberg-Gymnasiums in Dortmund.

Insgesamt nahmen 15 Schülerinnen und Schüler teil, um moderne molekularbiologische Methoden der Gen-Technik im Labor praktisch zu erleben und so die im Unterricht erarbeiteten theoretischen Inhalte zu vertiefen.

Betreut wurde der LK von der Biologisch-Technischen-Assistentin Frau Sperling und dem Labor-Leiter Herr Dr. Mundry, die beide durch das umfangreiche und interessante Programm führten.

Der Tag gliederte sich in mehrere praktische Einheiten:

  • Pipetten-Training: Zu Beginn übten die Schülerinnen und Schüler das präzise Pipettieren im Mikroliter-Bereich (Symbol: μl), eine wichtige Fertigkeit beim Arbeiten mit DNA-Proben. 1 μl entspricht übrigens 1/1.000.000 Liter. Derart geringe Mengen im μl-Bereich entspre­chen quasi dem „Standard“ in einem Gentechnik-Labor. 
  • Gel-Vorbereitung: Zudem bereiteten die Schülerinnen und Schüler eigenständig eine Gel-Elektrophorese vor; hierzu wurden alle Chemikalien penibel abgemessen bzw. pipettiert und letztendlich konnten die Gele in die Gel-Elektrophorese-Kammer gegossen werden; diesen Vorgang nennt man daher auch „Gel-Gießen“. Hauptbestandteil des Gels ist Agarose, ein Vielfach-Zucker (Poly-Saccharid), der aus der marinen Braunalge gewonnen wird. Diese Substanz ist auch besser bekannt als „Agar Agar“.

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  • PCR und DNA-Analyse von Wirbeltieren: Im Kernpraktikum führten die SuS eine tierspezifische PCR für Rinder- und Schweine-DNA und weitere Wirbeltiere durch. Zunächst wurden hierzu DNA-Proben verschiedener Tier-Arten mit sogenannten Restriktionsenzymen („molekularen Scheren“) gewonnen und spezifisch zugeschnitten, um diese anschließend dann in einer Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zu vervielfältigen. Die PCR gilt heutzutage als das Standardinstrument für die Vermehrung von Erbinformation (DNA), für welche 1993 der Nobelpreis für Chemie an die Biochemiker MULLIS und SMITH verliehen wurde.
  • Gel-Elektrophorese: Um die jeweiligen DNA-Proben zu identifizieren, wurden die PCR-Produkte – also die DNA-Moleküle – abschließend in einer Gel-Elektrophorese der Größe nach (auf-)getrennt und verglichen. Die Schülerinnen und Schüler luden ihre Proben hierzu in die zuvor gegossenen Gel-Taschen, führten die Elektrophorese durch und identifizierten die DNA-Banden, um die Proben miteinander zu vergleichen. Durch den Vergleich von Rinder-, Schweine- und weiterer Wirbeltier-DNA konnten Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den genetischen Struktu­ren direkt nachvollzogen werden.

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Für den Biologie-Leistungskurs der Q2 war die Exkursion in den LaborGarten des Heisenberg-Gymnasiums eine besonders wertvolle Erfahrung. Die praktische Anwendung molekularbiologisch-gentechnischer Methoden vertiefte nicht nur das im Unterricht erlernte Wissen, sondern motivierte die Schülerinnen und Schüler auch in Bezug auf naturwissenschaftliche Karrierewege.

Ein herzlicher Dank gilt dem Laborpersonal – Frau Sperling und Herrn Dr. Mundry – , die den Tag mit hoher fachlicher Kompetenz und sehr hohem Engagement gestalteten und begleiteten.

Wenn Sie Fragen zu dem Kooperationsprojekt mit dem Laborgarten am Heisenberg-Gymnasiums haben sollten, melden Sie sich bitte bei Herrn Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..