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10-jähriges Jubiläum des Lernbegleiter-Projektes

Am Dienstag, den 30.Mai 2017 übergab Herr Holzhauer (stellv. Schulleiter) die Zertifikate für die aktiven Lernbegleiter an unserer Schule!

Die Übergabe ist für alle Beteiligten in diesem Jahr etwas ganz Besonderes, denn wir feiern das zehnjährige Jubiläum des erfolgreichen Lernbegleiter-Projektes am GvR-BK!

Lernbegleiter 2016 2017 Zertifikat Ubergabe 5

Sicherlich hilft das Zertifikat Berufsanfängern bei Bewerbungen zu dokumentieren, mehr "drauf zu haben als nur gelernten Schulstoff". Man zeigt, sozial engagiert zu sein, was heute immer mehr auch bei Arbeitgebern zählt.

Vor der Übergabe der Zertifikate wurden auch dieses Jahr wieder die Lernbegleiter zu ihren Erfahrungen befragt. Diese jährlichen Befragungen dienen der stetigen Weiterentwicklung des Lernbegleiter-Projektes, das jetzt schon über 10 Jahre am Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg erfolgreich etabliert ist.

Die Ergebnisse geben einen interessanten Einblick in das konkrete Geschehen rund um Lernbegleitung und spieglen das großes Engagement der aktiven Lernbegleiter! 

Lernbegleiter 2016 2017 Zertifikat Ubergabe 1

Nachfolgend ein Auszug aus der diesjährigen Befragung der Lernbegleiter:

Wie entstanden deine Kontakte als Lernbegleiter?

In fast allen Fällen entstand der Kontakt innerhalb der eigenen Klasse mit Mitschülern und Mitschülerinnen. Vor den Treffen werden meist telefonische Absprachen oder Email-Verabredungen getroffen.

Wie bereitest du dich auf ein Treffen zur Lernbegleitung vor?

Die Vollständigkeit der eigenen Schulunterlagen wird geprüft und mit anderen Mitschülern verglichen, Themen und Lernziele werden vorher gemeinsam vereinbart - manchmal kurz vorher mit dem Handy -, Themen werden vorher abgegrenzt und Aufgaben vorstrukturiert.

Wo wurde zusammen gearbeitet?

Etwa 80 % der Lernbegleiter treffen sich zum gemeinsamen Lernen zu Hause. Studierende der Fachschule für Sozialpädagogik, die berufsbegleitend in die Schule kommen, verabreden sich aufgrund der berufsbedingt knappen Zeit sogar zu 90 % zu Hause.

Wie wurde gemeinsam gelernt?

  • Oft werden gemeinsam Hausaufgaben gemacht oder Klausuren oder Referate vorbereitet. Auch werden Themen zusammen vorbereitet, ausgearbeitet, zu Hause vertieft und manchmal noch telefonisch besprochen.
  • Gemeinsam Unverständliches wird besprochen und zusammen geklärt, dabei Fragen aufgeschrieben und Notizen gemacht. Manchmal wird auch das Lernen in Gruppen abgesprochen, Themen für Klausuren werden auf Lernzetteln zusammengefasst, Lernvideos geschaut (YouTube), Nacherklärungen am Telefon besprochen und „Thing-Pair-Share“-(Kooperatives Lernen in Gruppen) organisiert.
  • Mehrere Lernteams berichten, abends mit Skype gemeinsam zu lernen. Ebenso wir wird über WhatsApp oft gemeinsam an fotografierten Tafelbildern oder Arbeitsblättern nachgelernt, wiederholt und vertieft. 

Welche Erfahrungen wurde bei erfolgreich gelingender Lernbegleitung gemacht?

Wenn Noten besser werden, wird das als Erfolg bei Lernbegleitern und Begleiteten erlebt. Erfahrung dabei: wenn man viel zusammenlernt, auch in andern Fächern, werden oft beide besser!

Durch das Vorbereiten der Lernbegleitung vertieft sich beim Lernbegleiter das eigene Wissen und Gelernte erheblich. Die Lernbegleiter und Lernbegleiterinnen selbst erleben, dass sie sich oft selbst andere Fragen stellen an den Stoff, als ob sie alleine lernen - es macht sicherer im Thema und Stoff!

Gemeinsam Lernen nimmt gerade schwächeren Mitschülern Angst, sich auch mal zu melden im Unterricht und macht selbstbewusster.

Welche Probleme können bei der Lernbegleitung auftreten?

Als Schwierigkeit wird neben Zeitproblemen das Finden von freien  Räumen zum Lernen berichtet. Erklärt wird, dass Lernen in Schulfluren weniger geschützt und oft zu laut und im Winter zu kalt ist. Es fehlen geschütztere Nischen mit ruhiger Atmosphäre. Die Lern-Oase ist ja leider nicht allgemein ohne Lehrerbegleitung zugänglich.

Welche Verbesserungsvorschläge, Anregungen und Wünsche gibt es für das Lernbegleiter-Projekt?

Bei der Vorstellung des Lernbegleiter-Projektes am Schuljahresanfang in den neuen Klassen sollten mehr erfahrene Lernbegleiter mitgehen. Es sollte mehr betont werden, dass Lernbegleitung weniger „Nachhilfe“ als gemeinsame Lernpartnerschaft ist.

 

Lernbegleiter 2016 2017 Evaluation 1

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