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Ein Schülerprojekt der Auszubildenen in der Fleischerei

Schweinerassen im Vergleich

Ist Schweinefleisch gleich Schweinefleisch? Um diese Frage zu beantworten rief das Gisbert-Von-Romberg-Berufskolleg 2017 ein Projekt ins Leben, in dem es um den Vergleich der Qualität und Ausbeute verschiedener Schweinerassen ging. Die Auszubildenden Fleischerinnen und Fleischer sowie die Fachverkäuferinnen und Fachverkäufer im Lebensmittelhandel, Schwerpunkt Fleischerei zerlegten die unterschiedlichen Schweinehälften und verglichen diese direkt miteinander. Das Ziel war, den Schülerinnen und Schülern im praktischen Anwendungsbeispiel die Gelegenheit zu geben, verschiedene Marktangebote in Theorie und Praxis miteinander zu vergleichen und Argumente für ein kritisches Verbraucherverhalten zu erarbeiten. Das Projekt bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Eigeninitiative. Das Lernen am praktischen Beispiel stärkte das Interesse der Auszubildenden und förderte das selbstständige und verantwortungsbewusste Handeln.

Es wurde jeweils ein Hybridschwein – die heutzutage handelsübliche Schweinerasse – aus konventioneller Tierhaltung sowie eine Kreuzung aus Wollschwein und Buntem Bentheimer  – beides alte Schweinerassen aus Bio-Haltung – bestellt. Die Tiere wurden als Schweinehälften geliefert, so dass die Berufsschulklassen der Mittelstufe im Fleischerhandwerk  das Zerlegen, Abwiegen sowie einen ersten Qualitätsvergleich in der Praxis durchführen konnten. Dabei wurde der Arbeitsprozess von den Schüler/ -innen selbstständig geplant, im praktischen Unterricht durchgeführt, und schriftlich wie fotografisch dokumentiert. Im theoretischen Unterricht beschäftigten sich die Klassen mit den verschiedenen Haltungsformen, den Eigenschaften der verschiedenen Schweinerassen sowie möglichen Verkaufsargumenten. Darüber hinaus berechneten Sie die jeweilige Fleischausbeute der Schweinerassen im Vergleich, um auch wirtschaftliche Aspekte mit einfließen zu lassen.

Die von den Schülern zerlegten Fleischteile wurden in der Schule teilweise zu Wurst verarbeitet und teilweise in das Schulrestaurant weitergegeben, wo sie zu schmackhaften Gerichten zubereitet, die Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern zum Verkauf angeboten wurden.

Fleischteile im Vergleich
Unser Bild zeigt: Fleischteile im Vergleich

Um diese Gerichte besonders zu bewerben, erstellten die Schülerinnen und Schüler Werbeplakate, auf denen sie die Unterschiede der verschiedenen Schweinerassen herausarbeiteten und beide Schweinerassen bewarben. Dabei definierten Sie die Zielgruppen für die jeweiligen Schweinerassen und wendeten ihre EDV-Kenntnisse, Marketing-Strategien sowie ihr Wissen aus dem Theorie- und Praxisunterricht an. Die Schülerinnen und Schüler entschieden sich dabei, beide Schweinerassen auf jeweils einem Plakat zu bewerben, um den Kunden den direkte Vergleich ermöglichen zu können.

Die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe lernten durch dieses Projekt, dass die Auswahl des Materials – in diesem Beispiel der Schweinerassen – maßgeblich für die Qualität sowie den Preis ihres Produktes ist. Sie schätzten ab, ob die unterschiedlichen Preise gerechtfertigt sind und wie sie entsprechende Produkte gewinnbringend und zielgruppenorientiert vermarkten können. Dabei hatten sie bei der Gestaltung der Werbesprüche und Informationen freie Hand und entschieden sich dazu, Slogans auszuwählen, die vor allem die Neugier der Schülerinnen und Schüler ansprechen sollten.

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