„Tag des Kinderschutzes“ in der Fachschule für Sozialpädagogik–
Studierende setzen sich mit Kindeswohl und Prävention auseinander
Am 10. November nahmen die Studierenden der Unterstufe der praxisintegrierten Erzieherinnen- und Erzieherausbildung am „Tag des Kinderschutzes“ teil. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema „Kindeswohlgefährdung erkennen und präventiv handeln“ – ein zentraler Bestandteil der pädagogischen Arbeit.
Zu Beginn führte Frau Tiews, externe Referentin der Fachstelle für Beratungen im Themenfeld Kinderschutz, mit einem fachlich fundierten Vortrag in die Thematik ein. Im anschließenden Plenumsgespräch hatten die Studierenden Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen und praxisnahe Einblicke zu gewinnen. Diskutiert wurde unter anderem, wie Inobhutnahmen verlaufen, wie Fachkräfte in diesem Kontext mit emotionalen Belastungen umgehen können und was geschieht, wenn sich ein Verdachtsfall nach einer Meldung beim Jugendhilfedienst nicht bestätigt. Frau Tiews beantwortete alle Fragen anschaulich und praxisorientiert anhand konkreter Beispiele aus ihrer Berufserfahrung.
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Im weiteren Verlauf arbeiteten die Studierenden in Workshops im Klassenverband, geleitet von den Lehrkräften des Lernfeldes 5. Hier stand die Bewertung konkreter Fallbeispiele mithilfe des „Basisordners Kinderschutz“ der Stadt Dortmund im Mittelpunkt. In Gruppen wurde sich intensiv mit den Indikatoren einer Kindeswohlgefährdung aufgrund von Vernachlässigung, psychischer und physischer sowie sexualisierter Gewalt auseinandergesetzt und konkrete Handlungsschritte bei einem Verdachtsfall erarbeitet. Anschließend folgte ein weiterer Workshop, der sich mit verschiedenen Präventionsmaßnahmen befasste – etwa den Projekten „Mein Körper gehört mir“, „Frühe Hilfen“ oder „Dortmunder Kinder sind stark“. Hierzu bereiteten die Studierenden einen Markt der Möglichkeiten vor, um dem Plenum die unterschiedlichen Präventionsmaßnahmen anschaulich vorzustellen und um darüber in den Austausch zu gehen. Flyer, Plakate, Internetseiten, Kinderliteratur und vieles mehr wurde dafür praktisch herangezogen.
Eine Reflexion der 130 Teilnehmenden am Ende rundete diesen besonderen Tag ab. Die Studierenden zogen dabei ein überaus positives Fazit: Sie empfanden die Veranstaltung als hilfreich und für ihre berufliche Praxis bereichernd. Auch das Kollegium zeigte sich zufrieden und plant, den „Tag des Kinderschutzes“ im kommenden Schuljahr erneut mit den Studierenden der zukünftigen Unterstufe durchzuführen. Schließlich ist und bleibt dieses Thema wichtig!
