Praktische gartenbauliche Erfahrungen konnten Studierende des beruflichen Gymnasiums der Klasse d25a im Bereich des naturwissenschaftlichen Unterrichts sammeln. Auf dem Schulgelände wurden zwei vom Fachlehrer Dr. Loos gespendete Esskastanienbäume von den Studierenden fachgerecht eingepflanzt. Dabei konnten die Studierenden sowohl fachpraktische Kompetenzen, wie das Ausheben eines ausreichend großen Pflanzlochs, die Gabe einer angemessenen Startdüngung oder das Einschlagen von Pfählen zur Befestigung der Bäume erlangen. Aber auch theoretische Aspekte kamen nicht zu kurz. So konnten die Studierenden lernen, dass es bei der Baumauswahl wichtig ist, die passenden Esskastaniensorten auszuwählen. Grund dafür ist, dass sich bei der Esskastanie zwar beide Geschlechter auf dem gleichen Baum befinden (Einhäusigkeit), sie sich aber trotzdem nicht selbst befruchten können, da männliche und weibliche Blüten nie zu derselben Zeit reifen. Die Esskastanie ist deshalb auf Fremdbestäubung angewiesen. Stehen keine weiteren Esskastanien in der Nähe, werden mindestens zwei Exemplare benötigt um einen Fruchtertrag (Kastanien) zu bekommen. Dies ist auch bei der Pflanzung von Obstbäumen und Nüssen von Bedeutung.
Mit diesem Wissen und den gesammelten Erfahrungen, können sich die angehenden Erzieherinnen und Erzieher als Experten für die Anpflanzung von Esskastanien, Obstbäumen und Nüssen in der Kita aktiv einbringen. So können Sie gemeinsam mit den Kindern den Anbau heimischer Nahrungsmittel praktisch fördern. Die Kinder lernen und erfahren dadurch, wo unsere Nahrungsmittel herkommen und wie sie produziert werden und können so das Projekt „Essbare Gärten“ in Kita und Schule vorantreiben
